Unsere Wärmeenergiezentrale

Innovativ und umweltfreundlich

 
 
 

Unsere neue Wärmeenergiezentrale (WEZ)

Wir, die Stadtwerke Bad Tölz, tun alles, damit die Wärmewende gelingt. Bestes Beispiel dafür ist unsere neue Wärmeenergiezentrale (WEZ). Von der Bundesstraße 472 aus sieht man schon von weitem den großen Neubau neben dem Feuerwehrhaus. Dort erzeugen wir seit Dezember 2025 Wärme, mit steigendem Anteilen aus erneuerbaren Energiequellen und mit innovativen, energieeffizienten Technologien.

Die Fernwärmeversorgung aus der neuen Wärmeenergiezentrale (WEZ) der Stadtwerke Bad Tölz basiert auf den Energieträgern Strom und Umweltwärme sowie Holz und Gas. Durch ihr intelligentes Zusammenspiel können künftig über 80 % der Tölzer Fernwärme regenerativ erzeugt werden. Den wesentlichen Beitrag leisten dabei selbst erzeugter Photovoltaikstrom und Ökostrom aus dem Netz (ca. 35 %) sowie regionales Waldrestholz als nachhaltiger Brennstoff (ca. 40 %).

Die Umwandlung dieser Energieträger in Fernwärme erfolgt über verschiedene Wärmeerzeuger:

Die Umweltwärme wird mithilfe von Großwärmepumpen nutzbar gemacht. Hierfür verwenden die Wärmepumpen – ebenso wie die zusätzlichen Power-to-Heat-Anlagen (PTH) – den selbst erzeugten PV-Strom sowie Ökostrom aus dem Stromnetz. Darüber hinaus wird die durch die Sonnenstrahlung erwärmte Luft hinter den PV-Modulen der WEZ gezielt den Wärmepumpen zugeführt.

In den kalten Jahreszeiten wird ein großer Teil der Wärme durch zwei Holzkessel erzeugt, die mit regionalem Waldrestholz befeuert werden.

Drei Blockheizkraftwerke (BHKW) sowie zwei Gaskessel sichern die Versorgung in Spitzenlastzeiten und dienen gleichzeitig als Redundanz. Der in den BHKWs erzeugte Strom wird – ebenso wie der überschüssige Strom aus den PV-Modulen – bei hohem Strombedarf in das Tölzer Stromnetz eingespeist. Die BHKWs und Gaskessel sind bereits heute für einen späteren Betrieb mit Wasserstoff vorbereitet.

In der WEZ können weitere Energiequellen effizient zur Wärmeerzeugung genutzt werden und den Wirkungsgrad der Anlage erheblich steigern: Eine Absorptionswärmepumpe sowie drei kleinere Kompressionswärmepumpen erschließen zusätzlich die Restenergie aus den Rauchgasen der beiden Holzkessel und der BHKWs. Darüber hinaus nutzen sie die Abwärme innerhalb des Gebäudes. Damit wird auch gleichzeitig die Klimatisierung des Gebäudes erreicht.

Das Zusammenspiel aller Erzeugungsanlagen wird durch eine intelligente Steuerung kontinuierlich optimiert. Sie berücksichtigt unter anderem Wetterdaten, Wärmebedarf und Stromverfügbarkeit sowie die Börsenpreise des Strom- und Gasmarktes und sorgt dafür, dass jederzeit die effizienteste Erzeugungsart eingesetzt wird. 

Ergänzt wird das Gesamtsystem durch Pufferspeicher. Diese sind so groß dimensioniert, dass im Sommer sowie in den Übergangsjahreszeiten, die tagsüber mit den Wärmepumpen und den PTH-Anlagen erzeugte Wärme für die Versorgung in der Nacht ausreicht, ohne dass Hackschnitzel oder Gas für die Wärmeversorgung benötigt werden. Durch diese Einsparungen wird die Energieeffizienz in der WEZ noch um einen weiteren entscheidenden Faktor gesteigert. 

Parallel dazu treiben wir als Stadtwerke Bad Tölz den Ausbau des Fernwärmenetzes zügig voran, so dass wir in der Folge viele weitere Tölzer Gebäude an die neue Wärmezentrale anschließen können. Die Pläne für die entsprechenden Gebiete sind auf unserer Stadtwerke-Homepage einsehbar.

 
 
 
 

Baufortschritt der WEZ

 
 
 

März 2026

Neue Biomasseanlage in unserer Wärmeenergiezentrale (WEZ) in Betrieb 

Fernwärmemeister Hans Glasl hat unseren neuen Hackschnitzelkessel angefeuert – und damit eine Anlage in Betrieb genommen, die mit 2.500 KW ordentlich Leistung bringt. Im Herbst geht dann unser zweiter Kessel mit 4.000 kW an den Start.  

Die Anlage wird mit regionalen Holzhackschnitzeln aus Waldrestholz betrieben – doch das ist nicht der „Gamechanger“ bei der umweltfreundlichen Wärmeversorgung durch unsere neue WEZ 

Zum einen sorgt eine moderne Abgas- und Filteranlage dafür, dass in drei Stufen der Anteil der Staubpartikel im Rauchgas der Holzkessel auf nahezu null reduziert wird. 

Und besonders effizient wird die Anlage durch den dritten Part der Abgas- und Filteranlage: Die Rauchgaskondensation (RGK). Dabei wird zusätzliche Wärme aus den Abgasen zurückgewonnen – das steigert den Gesamtwirkungsgrad der Anlage deutlich und nutzt die eingesetzte Energie optimal aus.

Ein weiteres Plus dabei: Ein Teil der Asche kann als Dünger wieder auf Feldern eingesetzt werden.

 

 

 
 
 
 

Dezember 2025

Über unsere neue Wärmeenergiezentrale gibt es zum Jahresende gute Nachrichten zu verkünden: Nach einem erfolgreichen Probedurchlauf im Spätherbst vermelden wir nun den offiziellen Start in den Regelbetrieb und durchgängige Fernwärmeversorgung des Netzes Süd-West aus der WEZ, für welches ziemlich genau vor einem Jahr der Isardüker zur Verbindung in das Heizkraftwerk am Hoheneck gebaut wurde. Derzeit läuft die Wärmegewinnung noch allein über Gaskessel. Diese werden dann von Holzhackschnitzelkesseln und Wärmepumpen – die ihre Energie aus der Umgebungstemperatur gewinnen – sowie weiteren effizienten Technologien zur Wärmeerzeugung abgelöst. In Zukunft werden dann die Gaskessel nur noch als Redundanz und zu Spitzenlastzeiten eingesetzt. 

Auch nach dem Anlauf der Wärmeversorgung wird auf der Großbaustelle hinter dem Feuerwehrhaus noch weiter fleißig gearbeitet. Kürzlich wurden die Wärmepumpen mit einem Autokran eingebracht. Letzte Woche stand die Anlieferung der Absortionswärmepumpe an und der Innenhof wurde asphaltiert. Mit den Asphaltierungsarbeiten zur Wiederherstellung der Zufahrtsstraße sowie dem Bau der Stützmauer zwischen der Lenggrieser Straße und der WEZ warten wir witterungsbedingt noch bis zum Frühjahr 2026. Der weitere Ausbau der technischen Gewerke wird unmittelbar im neuen Jahr fortgesetzt.  

Mit den bereits im Oktober abgeschlossenen Tiefbauarbeiten an der Allgaustraße sind nun auch das Fernwärmenetz Nord-Ost und somit die Heizwerke am Lettenholz und in der Dreifachturnhalle miteinander verbunden, der Hauptleitungsbau ist in diesem Gebiet abgeschlossen. Dieser Stand gilt auch für den Hauptleitungsbau auf der bereits oben erwähnten Süd-West-Verbindung, die das gesamte Gebiet zwischen oberem Griesfeld und Hoheneck versorgt. 

 

 

 
 

Oktober 2025

Der Bau unserer Wärmeenergiezentrale (WEZ) schreitet mit großen Schritten voran. Über 50 verschiedene Gewerke und Planungsbüros arbeiten Hand in Hand, um die nachhaltige Energieversorgung der Zukunft zu gestalten. 

Die Dacheindeckung ist abgeschlossen, und die Photovoltaikanlage (PV) ist bereits betriebsbereit – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer CO₂-armen Energieversorgung. Derzeit liegt der Fokus auf dem technischen Ausbau: Die Arbeiten im Bereich Rohr- und Anlagenbau laufen auf Hochtouren. Rohrleitungen, Pumpen und weitere technische Geräte werden eingebaut, um die Energiezentrale fit für den kommenden Betrieb zu machen.

Auch die Zu- und Abluftanlagen sind zum Großteil fertiggestellt, ebenso ein Großteil der technischen Ausstattung der Holzkessel. Die Ascheentsorgung dieser Holzkessel wird aktuell im Keller installiert, während die Hydraulik für die Schubböden angeschlossen wird. Zudem wurde die vollautomatische Krananlage für Hackschnitzel erfolgreich montiert. 

Ein weiterer Meilenstein ist erreicht: Beide Gaskessel wurden installiert. Der kleine Gaskessel befindet sich im Testbetrieb, der große Gaskessel folgt demnächst. 
Im September wurden außerdem 16 Luftwärmepumpen geliefert und montiert. Der Anschluss ans Gasnetz sowie ans Fernwärmenetz ist abgeschlossen. 

Die Arbeiten an den Außenanlagen laufen derzeit mit Schwerpunkt auf Entwässerung und Kanalarbeiten.

 
 
 
 
 

Juli 2025

Ein Meilenstein war im Juli der Abschluss der Dacheindeckung, jetzt wird dort die PV-Anlage montiert, die einen Teil des Strombedarfs der WEZ abdeckt und überwiegend für die Wärmepumpen verwendet wird. Im Anschluss werden die beiden großen Baukräne – die seit mehreren Monaten von der Bundesstraße aus gut zu sehen sind – abgebaut, ein Großteil des Gerüsts wird ebenfalls abmontiert.

Parallel dazu wird mit dem Bau der Gitterrostbühne am First auf der Nordostseite begonnen. Auf diese Gitterrostbühne werden dann die großen Luft-Wärmetauscher für die Wärmepumpen montiert.

Beim Innenausbau liegt derzeit der Schwerpunkt beim Bau der Rohrleitungen, dem Einbau der Pumpen und weiterer technischer Geräte sowie der gesamten Lüftungsanlage. Die beiden Gaskessel sind im ersten Obergeschoss eingebracht, bei den Holzkesseln ist ein Großteil der technischen Ausstattung schon montiert. Auch im Außenbereich sind die Arbeiten im vollen Gange: Hier wird der Anschluss an das Gas- und Wärmenetz sowie dem Kanal fertig gestellt. 

Eine Sommerpause gibt es auf dieser Baustelle nicht, denn im September werden dann die ersten Wärmepumpen angeliefert. Bis dahin soll der Anschluss an das Gas- und Fernwärmenetz fertig gestellt sein, um im Herbst die Kunden plangemäß mit Fernwärme aus der WEZ beliefern zu können.

 
 

März 2025

Die Pufferspeicher und Heizkessel werden geliefert und mit einem speziellen Autokran eingebracht.

 
 
 
 
 

Februar 2025

Das zweite Obergeschoss und der gesamte Unterbau für die Hackschnitzelförderanlagen sind fertig betoniert.

 
 
 

Dezember 2024

Der Isardüker zur Verbindung der Fernwärmeleitungen in Bad Tölz durch die Isar ist nach ca. zwei Monaten Vorbereitungszeit und einem großen „Aktionstag“ erfolgreich beendet worden. Insgesamt sieben Bagger, zwei Autorkräne und 50 Mitarbeitende waren an der Aktion beteiligt.

Hier gehts zum Video der Firma Willibald 

 
 
 
 
 

Dezember 2024

Das erste Obergeschoss ist betoniert und das zweite Obergeschoss wird im Lauf der nächsten Tage betoniert, ebenso der gesamte Unterbau für die Hackschnitzelförderanlagen.

 
 
 

Juli 2024

Wir haben den Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erhalten. Eine Summe von über 9 Millionen Euro wird aus dem Topf eines Programms zur Bundesförderung für effiziente Wärmenetze zur Verfügung gestellt. Dies entspricht rund einem Drittel der Gesamtinvestitionssumme für den Bau der WEZ von gut 30 Millionen Euro.

Anm.: Finanziert durch die Europäische Union - NextGenerationEU. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder Europäischen Kommission wieder. Weder die Europäische Union noch die Europäische Kommission können für sie verantwortlich gemacht werden. 

 
 
 
 
 

Mai 2024

Die Bearbeitung der Fläche sowie die Bodenplatte sind fertig.

 
 
 

April 2024

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Bad Tölz, Stadtwerke und allen beteiligten Baufirmen erfolgte der offizielle Spatenstich an der Fläche in der Lenggrieser Straße.

 
 
 
 
 

März 2024

Die Planungen sind nach knapp zehn Jahren seit den ersten Ideen abgeschlossen, bald starten die Arbeiten zur Wärme-Energie-Zentrale hinter dem Tölzer Feuerwehrhaus. Diese sollen die Wärme-Wende mit effizienter Fernwärmeversorgung vorantreiben.